Größer
Das Erntejahr 2010 brachte, speziell im Qualitätsweizengebiet, in der Hauptwachstumsphase und zur Erntezeit weit überdurchschnittliche Regenmengen.
Die hohen Regenmengen im Frühjahr führten zu einer starken Förderung der Ertragsanlagen. Im Juni führten allerdings das ungewöhnlich starke Auftreten von Braunrost, Septoria tritici und Ährenfusarium in vielen Fällen zu einer Reduktion des möglichen Ertragspotenzials. Besonders bei Verzicht auf einen Fungizideinsatz konnten die Bestände nicht mehr das halten, was sie noch im Mai versprachen.
Weizen: Sortenentscheidung 2010
Wetterextreme 2010 - Wie reagierten bewährte Weizensorten, was brachten Sortenneuheiten?
Für welche der vielen angebotenen Sorten soll man sich also entscheiden?
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Das Erntejahr 2010 brachte, speziell im Qualitätsweizengebiet, in der Hauptwachstumsphase und zur Erntezeit weit überdurchschnittliche Regenmengen.
Die hohen Regenmengen im Frühjahr führten zu einer starken Förderung der Ertragsanlagen. Im Juni führten allerdings das ungewöhnlich starke Auftreten von Braunrost, Septoria tritici und Ährenfusarium in vielen Fällen zu einer Reduktion des möglichen Ertragspotenzials. Besonders bei Verzicht auf einen Fungizideinsatz konnten die Bestände nicht mehr das halten, was sie noch im Mai versprachen.
Qualitätsweizen Estevan überzeugt in der Praxis
Unter den Qualitätsweizensorten fiel besonders ESTEVAN durch seine sehr stabile Blattgesundheit auf. Er hielt auch anhaltendem, starkem Braunrostdruck stand. Bis zur Abreife zeigte er auch nur geringe Infektionen von Ährenfusarium. Durch die längere Assimilationszeit konnte er in Folge höhere Erträge bei hohen Proteingehalten erzielen. Für die Aussaat 2010 empfiehlt sich Estevan für alle Böden im Trockengebiet. Besonders auf den besseren Standorten oder bei Fungizidverzicht bringt Estevan Vorteile durch sichere Mehrerträge. Qualitätssicherheit bringt die außergewöhnlich gute Fallzahlstabilität von Estevan. Auch längere Regenperioden zur Ernte übersteht die Sorte unbeschadet.
ELEMENT nutzt die rasche Jugendentwicklung für das frühe Ährenschieben für eine sichere Ertragsbildung auf trockenen Standorten. In der Praxis wird Weizen oft auch auf schwächeren Böden gesät. Gerade auf diesen Standorten bringt Element durch die Trockenheitstoleranz klare Vorteile. 2010 konnte Element diesen Vorteil nur teilweise nutzen. Unter den sehr feuchten Bedingungen zeigte die Sorte allerdings, dass ein einmaliger Fungizideinsatz bereits deutliche Mehrerträge bringt. Diese Erfahrungen aus der Praxis zeigen auch, wie wichtig die Entwicklung von Sorten für mittlere und schwächere Standorte ist, da diese Standorte eine wesentlichen Anteil der Weizenfläche im Trockengebiet ausmachen.
Als neue Qualitätsweizensorte stand ENERGO heuer erstmals in größerem Praxisanbau.
Energo ist ein früh reifender begrannter Qualitätsweizen mit sehr guter Standfestigkeit. Gegenüber Blattkrankheiten ist Energo gut tolerant. Besonders widerstandsfähig ist die Sorte gegenüber Ährenfusarium. Mit diesen Eigenschaften konnte sich Energo unter den heurigen Bedingungen sehr gut behaupten. Sowohl in den Versuchen der AGES als auch in der Praxis brachte Energo Höchstererträge im Vergleich zu anderen Qualitätsweizen. Wie auch in den Vorjahren zeigt Energo dass er sehr hohe Erträge bringt und zugleich nicht im Proteingehalt abfällt. Energo passt auf alle Standorte, seine höchsten Erträge bringt er auf besseren Standorten und auch in Übergangslagen zu feuchteren Standorten.
Neu zugelassen wurde auch der Qualitätsweizen ARKTIS. Dieser kurzwüchsige, spätreife Kolbenweizen ist besonders auf den sehr guten Standorten durch sehr hohe Erträge aufgefallen. Aufgrund seiner Eigenschaften, die einem Mahlweizen ähnlich sind, wird Arktis hauptsächlich für das Feuchtgebiet und sehr gute Standorte im Trockengebiet empfohlen. Zu beachten ist, dass die Sorte auf schwächeren Standorten und bei Spätsaaten ein niedrigeres Hektolitergewicht aufweisen kann.
ELEMENT nutzt die rasche Jugendentwicklung für das frühe Ährenschieben für eine sichere Ertragsbildung auf trockenen Standorten. In der Praxis wird Weizen oft auch auf schwächeren Böden gesät. Gerade auf diesen Standorten bringt Element durch die Trockenheitstoleranz klare Vorteile. 2010 konnte Element diesen Vorteil nur teilweise nutzen. Unter den sehr feuchten Bedingungen zeigte die Sorte allerdings, dass ein einmaliger Fungizideinsatz bereits deutliche Mehrerträge bringt. Diese Erfahrungen aus der Praxis zeigen auch, wie wichtig die Entwicklung von Sorten für mittlere und schwächere Standorte ist, da diese Standorte eine wesentlichen Anteil der Weizenfläche im Trockengebiet ausmachen.
Als neue Qualitätsweizensorte stand ENERGO heuer erstmals in größerem Praxisanbau.
Energo ist ein früh reifender begrannter Qualitätsweizen mit sehr guter Standfestigkeit. Gegenüber Blattkrankheiten ist Energo gut tolerant. Besonders widerstandsfähig ist die Sorte gegenüber Ährenfusarium. Mit diesen Eigenschaften konnte sich Energo unter den heurigen Bedingungen sehr gut behaupten. Sowohl in den Versuchen der AGES als auch in der Praxis brachte Energo Höchstererträge im Vergleich zu anderen Qualitätsweizen. Wie auch in den Vorjahren zeigt Energo dass er sehr hohe Erträge bringt und zugleich nicht im Proteingehalt abfällt. Energo passt auf alle Standorte, seine höchsten Erträge bringt er auf besseren Standorten und auch in Übergangslagen zu feuchteren Standorten.
Neu zugelassen wurde auch der Qualitätsweizen ARKTIS. Dieser kurzwüchsige, spätreife Kolbenweizen ist besonders auf den sehr guten Standorten durch sehr hohe Erträge aufgefallen. Aufgrund seiner Eigenschaften, die einem Mahlweizen ähnlich sind, wird Arktis hauptsächlich für das Feuchtgebiet und sehr gute Standorte im Trockengebiet empfohlen. Zu beachten ist, dass die Sorte auf schwächeren Standorten und bei Spätsaaten ein niedrigeres Hektolitergewicht aufweisen kann.
CHEVALIER
In den letzten Jahren hat die Sorte CHEVALIER eine immer größere Verbreitung gefunden. Immer wieder zeigte die Sorte, dass sie nicht nur Höchsterträge bringt, sondern auch mit widrigen Wetterbedingungen besser zurecht kommt. Gerade in Oberösterreich waren die Standfestigkeit, die Fallzahlstabilität und das Hektolitergewicht immer wieder gefordert. In allen diesen Eigenschaften brachte CHEVALIER verlässlichere Ergebnisse als andere Mahlweizensorten. Zusätzlich weist die Sorte eine sehr geringe Anfälligkeit gegenüber Fusarium auf.
Aufruf zum Praxistest: JB ASANO
JB ASANO (BQ ca. 5) macht bei unseren Nachbarn in Deutschland Furore durch stabile Höchsterträge in den Landessortenversuchen. Zum Anbau 2010 steht erstmals auch bei JB Asano Saatgut aus Österreich zur Verfügung. Das Ertragspotenzial der Sorte lohnt einen ersten Praxistest im Mahlweizengebiet.
Besonders für Spätsaaten geeignet: KERUBINO
Der ertragsstarke KERUBINO wird vor allem wegen seiner Anbaustabilität und -flexibilität geschätzt. KERUBINO eignet sich besonders für Spätsaaten und kann auch im Frühjahr noch sehr gut ausgleichen.
Beste Standfestigkeit im Weizensortiment: PLUTOS
PLUTOS besitzt die beste Standfestigkeit im gesamten Weizensortiment. Bei sehr hoher Düngungsintensität und Gülleeinsatz bringt PLUTOS durch die gute Bestockung hohe Erträge ohne Probleme mit der Standfestigkeit zu bekommen. PLUTOS ist gegenüber Fusarium sehr wenig anfällig. Interessant ist die Sorte daher in Mais-Weizenfruchtfolgen und auch bei der hofeigenen Verwertung als Futterweizen.
EXELCIOR: frühreif und kurzwüchsig
Der Futterweizen EXELCIOR kombiniert Frühreife mit sehr kurzem Wuchs. Ähnlich wie beim bestens bekannten Winnetou ist ein Fungizideinsatz gegenüber Fusarium und Septoria tritici unbedingt einzuplanen.
20.08.2010
