EU: Knappes Schlachtschweine-Angebot steht konträr zu vollem Fleischmarkt

Österreich: Notierung auf Vorwochenniveau fixiert.

Wien, 15. Juni 2018 (aiz.info). - Uneinheitliche Verhältnisse prägen zurzeit das Geschehen am europäischen Schweinemarkt. Während das Angebot an schlachtreifen Tieren EU-weit zwischen knapp und keinesfalls drückend beschrieben wird, sieht die Schlacht- und Zerlegebranche volle und übervolle Fleischmärkte. Der Abfluss der Ware läuft sowohl am Binnenmarkt als auch bei Drittlandexporten schleppend. Infolgedessen setzte sich in Deutschland die koordinierte Hauspreis-Politik der führenden Schlachtunternehmen durch und zwang die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) zur Rücknahme des letztwöchigen Preisanstieges. Der Basispreis für Schlachtschweine wurde um 3 Cent nach unten korrigiert.

In Österreich zeigt sich der Schlachtschweinemarkt abermals leergefegt. Zusätzlich nachgefragte Partien sind kurzfristig nicht verfügbar, wobei Schlachtunternehmen kundtun, dass die Nachfrage primär der Auslastung der Schlachtbänder geschuldet ist. Am Fleischmarkt wird von nachlassendem Grillgeschäft und vollen Gefrierhäusern berichtet. Da das frische Angebot bei Schlachtschweinen neuerlich um rund 10% unter der Norm lag, fixierte die Österreichische Schweinebörse die Notierung auf dem unveränderten Vorwochenniveau von 1,48 Euro (Berechnungsbasis: 1,38 Euro) je kg Schlachtgewicht, berichtet Geschäftsführer Johann Schlederer. Aufgrund der deutschen Preisrücknahme fand diese Entscheidung nicht die ungeteilte Zustimmung der Abnehmer. (