Direkte Schweinefütterung von Sojabohne - endlich möglich mit der Sorte XONIA

Die Sojabohne enthält von Natur aus Hemmstoffe, die die Eiweißverdauung herabsetzen. Im Gegensatz zu Erbse und Ackerbohne, welche ohne Behandlung verfüttert werden können...

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© RWA
... muss bei Sojabohne eine Wärmebehandlung, das sogenannte Toasten, durchgeführt werden. Nun gibt es eine Sorte, bei welcher diese Behandlung unterbleiben kann.
 
Durch die innovative Selektionsarbeit der steirischen Saatzucht Gleisdorf ist ab jetzt mit der Sorte XONIA eine Sojabohne für den Anbau in Österreich verfügbar, die diese Hemmstoffe (Trypsin-Inhibitoren) nur in sehr geringer Konzentration enthält und daher auch direkt, ohne vorherige Toastung, verfüttert werden kann.
 
Im Rahmen des nationalen EIP Forschungsprojektes „Innobrotics“ des BMLF wurde in einem wissenschaftlichen Fütterungsversuch des Instituts für Tierernährung der Universität für Bodenkultur in Wien unter der Leitung von Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Wetscherek untersucht, welche Auswirkungen der Einsatz der neuen Sojazüchtung XONIA mit dem geringen Trypsininhibitorgehalt ohne Hitzebehandlung auf die Futteraufnahme, Aufzuchtleistung und den Gesundheitsstatus in der Ferkelaufzucht hat.
Dabei wurden in der landwirtschaftlichen Fachschule Hatzendorf 48 Ferkel von 7 Zuchtsauen ausgewählt und ab dem 42. Lebenstag bis zu einem Gewicht von etwa 33 kg in 4 Gruppen gefüttert.
 
Gruppe 1 – Kontrollgruppe mit Standardration
Gruppe 2 – 5% rohe Sojabohne Xonia ohne Toastung in der Ration
Gruppe 3 – 10% rohe Sojabohne Xonia ohne Toastung in der Ration
Gruppe 4 – 10% rohe Sojabohne Sorte mit Hemmstoffen ohne Toastung
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Bei diesen Versuchen zeigte sich sehr deutlich, daß die Sorte XONIA wesentliche Vorteile in der direkten Schweinefütterung gegenüber herkömmlichen Sojasorten besitzt und ein Einsatz von 5% in der Ration problemlos und ohne jeden Nachteil bei der Gewichtszunahme der Ferkel möglich ist.
 
Die Sorte XONIA ermöglicht daher die Verfütterung von selbst angebauter Sojabohne direkt am Betrieb und leistet einen wichtigen Betrag zur kostengünstigen und garantiert GMO-freien Fütterung in der Ferkelaufzucht.

XONIA ist auch für den biologischen Landbau verfügbar.
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Autor:
Ing. Thomas Richter, Portfolio-Management Öl-& Eiweißpflanzen DIE SAAT