Grünland im Trockenjahr 2018 – Nachsaat wichtiger denn je!

Auch im Grünland hat die regionale Dürre schwere bis sehr schwere Schäden verursacht. Nur regelmäßige Nachsaat kann da das Schlimmste verhindern.

Besonders betroffen...

...waren und sind die Regionen des Mühlviertels und im Gebiet der OÖ/NÖ Westbahn. Hier kam es zum Teil zu Totalausfällen. Viele Landwirte fragen sich, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, zumindest das Gröbste zu verhindern.
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© RWA
Niemand kann Niederschläge herbeibringen, aber es hat sich gezeigt, dass durch ein paar wenige Maßnahmen auch hier etwas zu machen ist.
 
Als akute Ersthilfe ist es in solchen Fällen wichtig, die Schnitthöhe zu erhöhen. Das mag auf den ersten Blick kontraproduktiv erscheinen, da um jeden Zentimeter Ertrag gekämpft wird. Wahr ist jedoch, dass schon 1 bis 2 cm mehr „Restbestand“ die Leidensfähigkeit der Wiese erhöhen und bei ein wenig Niederschlag ein wesentlich rascheres Anwachsen ermöglichen. Auch wenn kein weiterer Niederschlag zu erwarten ist, so stärkt ein bisschen Blattmasse auch die Wurzel (Einlagerung!) und damit den Antrieb zu einem späteren Zeitpunkt.
 
Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Schärfe der Scheideeinrichtung des Mähwerkes. Je glatter der Schnitt, desto geringer die Oberfläche, an der Verdunstung die Pflanze schädigen kann. Man kann sich das auch so vorstellen: Ein glatter Schnitt in der menschlichen Haut verheilt schneller, als eine Riss- oder Quetschwunde!

Den größten Vorteil in diesem Trockenjahr...

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...hatten allerdings jene Landwirte, die in der Vergangenheit auf Nachsaat gesetzt hatten. Diese Investitionen wurden heuer belohnt. Auch wenn dadurch ein Minderertrag auch nicht zu verhindern ist, so haben diese Bestände wenigstens nicht voll ausgelassen. Besonders wichtig ist hierbei auch die regelmäßige Nachsaat. Keinesfalls darf/soll man warten, bis Ertragsminderung sichtbar/messbar wird. Nur die regelmäßige Nachsaat – je nach Bestand mindestens alle 2 bis 3 Jahre – erhält eine vielseitige Pflanzengemeinschaft in der Wiese. Bei einem ausgewogenen Bestand gibt es immer ein paar Kulturen, die den Totalausfall verhindern. Dies gilt nicht nur für extreme Trockenperioden, sondern gleichermaßen auch für Zeiten erhöhter Niederschläge.
 
Zu diesem Zweck der periodischen Nachsaat gibt es aus dem Sortiment der ÖAG-Qualitätsmischungen von DIE SAAT eine Reihe von geeigneten Nachsaatmischungen. Diese ÖAG-Mischungen zur Nachsaat gibt es mit oder ohne Kleekomponenten oder auch mit Luzerne. Besonders heuer haben viele Landwirte auf die Nachsaatmischung NATRO gesetzt. NATRO, mit der Luzernen-Sorte  „Luzelle“, ist besonders für trockenheitsgefährdete Standorte geeignet. Aber auch ÖAG-Nachsaaten wie NI mit/ohne Klee gewährleisten bei regelmäßigem Einsatz die Gesunderhaltung der Pflanzengesellschaft in einer Dauerwiese.
 
Bis spätestens Mitte September ist der Einsatz von Nachsaatmischungen von DIE SAAT noch zu empfehlen. Wo dies heuer nicht mehr möglich ist, kann je nach Schädigung auch im Frühjahr nachgesät werden.
 
ÖAG-Qualitätsmischungen sind ausschließlich von DIE SAAT im Lagerhaus erhältlich und stehen für hohe Keimfähigkeit, geprüfte Ampferfreiheit und ausschließlich geprüfte Sorten aus der ÖAG-Sortenliste.
Autor:
Gabriele Hirsch, MSc - DIE SAAT Service Team