Grünlanderneuerung durch Spätsommernachsaat

Durch die regional anhaltende Trockenheit im Frühjahr 2018 kam es örtlich zur Schädigung von Dauergrünland. Durch dieses Ausdünnen von Wiesenbeständen, ist eine Nachsaat noch heuer sinnvoll.

Einerseits ist es zu Ertragsverlusten durch Schnittausfall gekommen. Auf der anderen Seite konnten weniger ertragreiche Gräser wie die gemeine Rispe zum Teil der Trockenheit nicht standhalten. Diese Lücken gilt es nun zu schließen und den Ertrag und die Qualität der Dauergrünlandbestände wieder herzustellen bzw. zu verbessern.

Periodische Nachsaat im Frühjahr

Vielerorts findet eine periodische Nachsaat im Frühjahr statt. Zu oft auch VOR dem ersten Schnitt. Sind die Bestände vor der Nachsaat im frühen Frühjahr nicht dünn genug, so hat es die neue Saat oft schwer sich im Bestand zu etablieren. Nur wenn es größere Lücken gibt, sollte vor dem ersten Schnitt nachgesät werden. Da in Vielschnittgebieten die erste Mahd schon zeitig stattfindet, sind die Bedingungen zur Nachsaat oft nach dem ersten Schnitt noch gegeben.

Warme Böden für erfolgreiche Nachsaat

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© RWA
Um eine Nachsaat erfolgreich zu machen, braucht es warme Böden (mind. 10°C) und Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit muss nicht zwangsläufig durch größere Niederschläge gegeben sein. Auch täglicher Tau durch kühle Nächte, nach einem ersten Niederschlag zur Keimung, stellt die guten Auflaufbedingungen her. Das macht in vielen Gebieten die Spätsommernachsaat recht erfolgreich: Das oberflächlich gesäte Korn muss mit einer geeigneten Walze (Cambridge oder am besten Prismenwalze) am Boden angedrückt werden. Durch dieses Anwalzen erhöht sich der Nachsaaterfolg signifikant. Der Vorgang der Saat und des Andrückens kann durch die Verwendung von sogenannten Nachsaatgeräten mit Walze professionell und in einem Arbeitsgang erledigt werden.

Der beste Zeitpunkt zur Spätsommernachsaat

Durch warme Tagestemperaturen ohne Hitze und die nächtliche Feuchtigkeit ist die Erfolgsquote sehr hoch. Der beste Zeitpunkt zur Spätsommernachsaat ist je nach Lage und Nachsaatmischung ein wenig unterschiedlich. Bei der Verwendung von Mischungen mit Klee/Luzerne sollte die Nachsaat nicht nach Ende August erfolgen. Bei der Verwendung von Mischungen ohne Klee/Luzerne kann sich der Termin in Gunstlagen 7 bis 10 Tage nach hinten verschieben.

ÖAG-Qualitätsmischungen von DIE SAAT

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Der Auswahl der geeigneten Saatgutmischung kommt ebenso große Bedeutung zu. Mit den ÖAG-Qualitätsmischungen von DIE SAAT säen sie ausgesuchte und vor allem ampferfreie Gräser und Leguminosen. Mit 9 verschiedenen Nachsaatmischungen ist es immer möglich, für die spezifische Lage und Nutzung die beste Nachsaat zu wählen. Die von der ÖAG ausgewählten Arten und Sorten finden über das von DIE SAAT in Österreich produzierte Saatgut den Weg auf ihre Wiesen und Felder. ÖAG-Qualitätsmischungen gehen in Keimfähigkeit, Ampferfreiheit, in Ausdauer und Qualität der Sorten weit über die Vorgaben des österreichischen Saatgutgesetzes hinaus. Zurzeit ist DIE SAAT der einzige Anbieter von ÖAG-Qualitätsmischungen in Österreich. Sichern sie sich das Saatgut für ihren weiteren Betriebserfolg im Grünland bitte rechtzeitig.

Für weitere Informationen zum Sortiment und Anbau finden Sie im Fachblatt für Grünland oder Sie wenden sich an ihre Berater von DIE SAAT und/oder in ihrem Lagerhaus.
Autor:
Gabriele Hirsch, MSc