Sojabohne 2019 - Durchwegs gute Stimmung bei Ernte

Durchwegs zufriedenstellend war die Sojaernte 2019 im österreichischen Durchschnitt. Unterschiede ergaben sich sorten- und gebietsabhängig. Der Frühling zeigte, wie sehr Saatgut und Standort einhergehen müssen.

Die gebietsweise stark unterschiedlichen Witterungsverhältnisse...

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... im Frühling machen deutlich, dass die Auswahl des geeigneten Saatguts je nach Standort essenziell ist. Die Bedingungen für den Sojaanbau waren trotz anfänglicher Trockenheit heuer in den meisten Regionen besser als im Vorjahr. Nachdem es in den letzten Winter- und ersten Frühlingswochen in weiten Teilen Österreichs bis zu 6 Wochen durchgehend nicht geregnet hatte, stand der Anbau der feuchtigkeitsliebenden Sojabohne zu Beginn unter keinem guten Stern. Im Mai aber folgte der langersehnte Regen mit teilweise sehr ergiebigen Niederschlägen. Diese sorgten für ein gutes vegetatives Wachstum und geschlossene Bestände.

In Südösterreich hingegen zeigte sich die Witterung zur Aussaat eher nass und kalt. Dadurch
ging das Sojasaatgut in dieser Region schwächer auf. Zudem bescherte die Wurzelfliege Ausfälle. In der Folge konnten sich aber die Bestände gut entwickeln und mit starken Verzweigungen ausgleichen.

Topsorten der Reifegruppe 000

Deutlich bessere Wachstumsbedingungen als im extremen Trocken- und Hitzejahr 2018 gab es für die Sojabohne heuer in Oberösterreich und im westlichen Niederösterreich. Die Topsorten OBÉLIX und ES COMANDOR haben sich in diesen Anbaugebieten als verlässlich erwiesen. Die Sorten der frühen Reifegruppe OOO liefern aufgrund ihrer raschen, gleichmäßigen Abreife sowie ihrer guten Standfestigkeit sichere und hohe Erträge.

Reifegruppe 00: LENKA zeigt hohes Ertragspotenzial

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Bei den Sorten der Reifegruppe 00 sticht auch in diesem Jahr wieder die Sorte LENKA hervor.
LENKA startet mit sehr schnellen Wachstum. Sie bedeckt den Boden sehr rasch und legt somit schon im Frühjahr den Grundstein für hohe Erträge. 2019 zeigte LENKA in den DIE SAAT-Versuchen sowie im Praxisanbau ihr hohes Ertragspotenzial. Sie liefert eine sehr schöne Ernteware mit großem Korn, hellem Nabel und hohem Proteingehalt.

Reifegruppe 0 - DH4173 macht in Südost-Österreich sehr guten Eindruck

In den Gunstlagen Südostösterreichs stehen starke, buschige Bestände der späten Reifegruppe 0. Hier macht die Sorte DH4173 in Einzelkornsaat mit einer überaus guten Standfestigkeit und starker Verzweigung einen sehr guten Eindruck. Praxiserträge von mehr als 4.700 kg/ha wurden des Öfteren erreicht.

Deckungsbeiträge optimieren

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Auch die Inokulation mit Rhizobien und der Ansatz von Knöllchenbakterien an den Sojawurzeln hat allgemein gut funktioniert. Durch die Verwendung von saatfertigem Originalsaatgut mit Vorinokulation und die zusätzliche Aufbringung von 1 – 2 anderen Impfmitteln vor der Aussaat können die Deckungsbeiträge optimiert werden.