Sojabohne – Die Anwendung von Rhizobien lohnt sich immer

Bei der Sojabohne ist eine gelungene Symbiose zwischen der Sojawurzel und den Rhizobienbakterien der entscheidende Faktor zum Erfolg.

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Denn nur mit Hilfe der Knöllchen ...

...kann die Sojapflanze den Luftstickstoff in eine pflanzenverfügbare Form umwandeln und sich selbst ausreichend mit dem nötigen Stickstoff versorgen.
Da die Sojarhizobien (Bradyrhizobium japonicum) in unseren Böden ursprünglich nicht heimisch sind, ist es vorteilhaft, das Saatgut vor der Aussaat ausreichend mit diesem Bakterium zu beimpfen. Die Basis für einen ertragreichen Sojaanbau ist immer die Verwendung von untersuchtem, krankheitsfreiem Originalsaatgut. Meist ist dieses Saatgut bereits mit einem Rhizobium vorinokuliert und hat damit bereits die nötige Grundausstattung.
Zur Absicherung von gutem Knöllchenansatz hat es sich in der Praxis bewährt, das Saatgut direkt vor der Aussaat mit einem zweiten oder sogar einem dritten Rhizobienmittel zu inokulieren. Das kostet vergleichsweise wenig, ist je nach verwendetem Mittel arbeitsmäßig überschaubar und sichert hohe Erträge.

Mittel für die Zweit- bzw. Dritt-Inokulierung mit Sojarhizobien:

  • Torf-Präparate – sehr gute Wirkung und Haltbarkeit der Sojabakterien
  • Flüssige Präparate – einfache Anwendung
  • Granulate – für Sämaschinen mit Granulatstreuer, Einzelkornsaat

Rhizobien-Produkte von DIE SAAT

  • Rhizobien Torf 250 g für 100 kg Sojabohnen
  • Rhizobien Torf 400 g für 150 kg Sojabohnen
  • Rhizobien flüssig 80 ml für 25 – 28 kg Sojabohnen
  • Rhizobien flüssig 3,1 l für 1.120 kg Sojabohnen
  • Rhizobien Granulat Nitrogen plus 8 kg für 0,8 bis 1,2 ha

Sojabohnen-Sorten von DIE SAAT:

Für den Frühjahrsanbau 2020 werden Sorten in den Reifegruppen 0 bis 000 angeboten: In der Reifegruppe 0 zeigt DH 4173 ihr hohes Ertragspotenzial in den Gunstlagen des Sojaanbaus. Sehr gute Standfestigkeit und Gesundheit zeichnet die Sorte aus. Im 00-Bereich besticht LENKA mit Ertrag und Qualität auf einem Schlag. Sie liefert sehr schöne Ernteware mit hellem Nabel. NAYA ist sehr standfest bei kompaktem Wuchs und dadurch sehr gut zu ernten. XONIA ist eine spezielle Sorte, die, auch ohne vorherige Toastung, direkt an Schweine verfüttert werden kann.
In der Reifegruppe 000 bringt OBÉLIX Ertrag bei früher Reife, einer sehr guten Jugendentwicklung und sehr guter Standfestigkeit. GALCE ist eine sehr ertragreiche 000er Sorte, die auch optimal ins 00-Gebiet passt. GL MELANIE besitzt eine sehr frühe Reife bei sehr guter Virustoleranz und einen hellen Nabel.
Autor:
Ing. Thomas Richter - Portfoliomanager Öl- & Eiweißpflanzen