Wiesen auf das Jahr vorbereiten

Damit die Wiesen vital in die Saison starten können, kann man in vielfacher Hinsicht positiv eingreifen.

Nachsaat

Auch der richtige Zeitpunkt entscheidet über den Erfolg.

Auch wenn es nach wie vor kalt ist und da und dort noch Schnee auf den Wiesen liegt, ist es gut, sich für den Start im Frühjahr einen Plan zurechtzulegen. Am Anfang sollte die Kontrolle stehen, ob alle notwendigen Geräte für den Beginn zur Verfügung stehen und auch gut gewartet sind. Zinken ersetzen, schmieren oder Messer schärfen sind Arbeiten, die jetzt erledigt werden können.

Erste Arbeiten im Grünland

Das Abstreifen oder Striegeln des Grünlandes sollte eine der ersten Arbeiten im Grünlandjahr sein. Bei Maulwurfshügeln und/oder dem Einarbeiten von Rückständen aus der Herbstdüngung mit Festmist ist das sicher sinnvoll. Der Effekt der Bestockungsanregung wird dagegen oft überschätzt. Es ist sogar bei leguminosenreichen Beständen manchmal kontraproduktiv. Besonders wenn der Klee schon zu gut entwickelt ist, können die Schäden den Nutzen übersteigen. Und Zeit sowie Kraftstoff kosten zusätzlich Geld. Gülle sollte ebenfalls nach Ende des Ausbringungsverbotes möglichst früh ausgebracht werden. Alles was davon an den frischen, jungen Blättern haftet, trägt nur zur Futterverschmutzung bei. Dabei wird verdünnte Gülle besser und schneller vom Boden aufgenommen.

Wenn eine Nachsaat geplant ist, so sollte ÖAG geprüftes Qualitätssaatgut von DIE SAAT zum Einsatz kommen. Nur der ÖAG Standard garantiert ausgesuchte Sorten, an die österreichischen Verhältnisse angepasste Zusammensetzung und Ampferfreiheit. Gepaart mit höchster Mindestkeimfähigkeit und 3-facher Kontrolle sind die besten Grundlagen für ertragreiches und qualitativ hochwertiges Grünland gegeben. Per 1.1.2022 fällt mit der neuen Bioverordnung die generelle Ausnahmegenehmigung für die Verwendung von konventionellem Saatgut im Dauergrünland. Mit dem Hinweis auf ÖAG Qualität kann aber für die Verwendung von Qualitätssaatgutmischungen von DIE SAAT bei den Kontrollstellen angesucht werden.

Nicht zu früh säen

Zum hochwertigen Saatgut gehört aber auch der dementsprechende Anbau. Sehr früh im Jahr – noch vor dem ersten Schnitt – sind die Bedingungen nicht optimal. Meist ist es zu kalt, oft zu nass und auch der Konkurrenzdruck des Altbestandes ist zu hoch. Wird zu früh gesät, quillt das  Korn auf, aber die Keimtemperatur fehlt. Das ruft Fraßschädlinge auf den Plan und die Saat ist verloren. Keimt sie doch, dann ist der vorhandene Aufwuchs schneller und erstickt im schlimmsten Fall die jungen Keimlinge. Bei guten Bedingungen ist nach dem ersten Schnitt ein passender Termin. Noch besser ist die periodische Nachsaat im Spätsommer.

Selbstverständlich müssen auch die technischen Voraussetzungen stimmen. Gräser und Klee sind Lichtkeimer und ein guter Bodenschluss durch Anwalzen hilft auch schneller Wurzeln zu schlagen. So vorbereitet kann die Grünlandsaison beginnen.

Bei Fragen zur Kulturführung im Grünland steht Ihnen das Beratungstelefon unter 0664 6274242 zur Verfügung.

Gabriele Hirsch, MSc, DIE SAAT Fachberaterin Sämereien und Zwischenfrüchte