Feld mit Körnersorghum rot, blauer Himmel & Bäume im Hintergrund, Totale © RWA

Ratgeber für Sorghumanbau

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Anbauempfehlung und Kulturführung

Sorghum hat sich in Österreich bereits viele Jahre bewährt und in vielen unterschiedlichen Witterungsverhältnissen seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt.


  • Sorghum ist eine sehr wärmebedürftige Pflanze. Daher sollte der Anbau erst bei einer hohen Bodentemperatur von mind. 12°C erfolgen, die meist erst ab Mitte Mai erreicht wird.
  • Der Anbau sollte in Einzelkornsaat und möglichst exakt erfolgen um einen gleichmäßigen Aufgang und Bestand zu etablieren, denn nur so ist eine gute Unkrautbehandlung möglich.
  • Genügt bei idealem Boden– und Witterungsbedingungen schon eine Aussaatstärke von 28 – 30 Körner/m², zeigt sich in der Praxis, dass bei etwas Stress im Feuchtgebiet eine Aussaatstärke von 32 -35 Körner/m² doch um einiges höhere Erträge liefert
  • Sehr empfindlich reagiert Sorghum bei zu nasser Aussaat (Stichwort: „reinschmieren“).
  • Das Feld sollte im Frühjahr, in der relativ langen Zeit bis zum Anbau, mechanisch möglichst unkrautfrei gehalten werden, da Sorghum durch die langsame Jugendentwicklung eine schlechte Unkrautunterdrückung hat.
  • Der Grund für die langsame Jugendentwicklung ist das umfangreiche Wurzelwachstum, das unter der Erde stattfindet und die Basis für die gute Trockenheitstoleranz bildet. Wenn man also glaubt Sorghum wächst im Jugendstadium nicht weiter, werden meist gerade die Wurzeln gebildet.


Autor: Bernhard Rapf, RWA Saatgut

Die Saat Fachberater Josef Plösch, Sorghum Infografik, im Sorghumfeld, Himmel im Hintergrund © RWA