Sämereien – Spezialkulturen und Saatgut für vielfältigen Ackerbau
Sämereien umfassen ein breites Spektrum an Saatgut für Begrünung, Futterbau und Spezialkulturen und leisten einen wichtigen Beitrag zu Bodenfruchtbarkeit und nachhaltigem Ackerbau.
Anders als klassische Ackerkulturen steht bei Sämereien häufig nicht der maximale Ertrag, sondern die gezielte Förderung von Bodenfruchtbarkeit, Futterwert und Biodiversität im Vordergrund.
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Was versteht man unter Sämereien?
Als Sämereien bezeichnet man in der Landwirtschaft allgemein Saatgut, das zur Begrünung eingesetzt wird. Sie erfüllen eine ganze Reihe weiterer nützlicher Funktionen, wie zum Beispiel Bodenverbesserung und -schutz sowie Unkrautunterdrückung. Außerdem spielen Sämereien eine zentrale Rolle als Futterpflanze für Insekten, Vögel und Wildtiere sowie in der Biodiversität.
Im Unterschied zu typischen Ackerkulturen meint der Begriff Sämereien häufig kleinkörniges Saatgut von Futterpflanzen, Zwischenfrüchten oder Wildkräutern, die nicht vorrangig als Hauptkultur für die Erzeugung von Marktfrüchten angebaut werden.
Bedeutung von Sämereien im modernen Ackerbau
Sämereien haben neben der klassischen Begrünung (Gründüngung) viele weitere Einsatzzwecke:
- Bodenverbesserung und -gesundheit: Sämereien lockern den Boden durch starke Durchwurzelung, steigern den Humusgehalt und tragen zur Nährstoffspeicherung bei.
- Erosionsschutz: Bewuchs durch Sämereien schützt den Boden vor Winderosion und vor Abschwemmung, besonders in Hanglagen.
- Unkrautunterdrückung: Schnell wachsende Arten (z. B. Senf) bedecken den Boden schnell und verdrängen unerwünschte Pflanzen.
- Biodiversität und Bienenschutz: Spezielle Sämereien-Mischungen bieten Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und Wildtiere.
- Futterpflanzen: Sämereien spielen auch eine wichtige Rolle bei Futtermischungen für Nutztiere (z. B. Grünroggen oder Winterwicken).
- Nematodenbekämpfung: Bestimmte Sämereien (z. B. Ölrettich) werden gezielt eingesetzt, um schädliche Nematoden im Boden zu reduzieren.
Zusammengefasst haben Sämereien eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Bodenfruchtbarkeit, der Förderung der biologischen Vielfalt und einer nachhaltigen Bewirtschaftung.
Vorteile von Sämereien und Spezialkulturen im Ackerbau
Einige Sämereien tragen wesentlich und dauerhaft zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Sie wirken dabei wie eine Art „Erholungskur“ für den Boden: Durch ihre intensive Durchwurzelung lockern Sämereien verdichtete Schichten auf und schaffen feine Poren für Luft und Wasser. Nach dem Mähen und Einarbeiten zersetzen sich die Pflanzenreste und liefern wertvolle organische Substanz (Humus), wodurch die Fruchtbarkeit des Bodens langfristig erhöht wird. Gleichzeitig schützt die geschlossene Pflanzendecke den Boden vor Starkregen und Wind und beugt Verschlämmung sowie erneuter Verdichtung vor.
Stickstoffbindende Sämereien, vor allem Leguminosen (Hülsenfrüchtler), übernehmen in der Landwirtschaft eine zentrale Funktion, da sie Luftstickstoff (N₂) in für Pflanzen nutzbare Formen überführen. Möglich wird dies durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien (Rhizobien). Auf diese Weise reichern sie den Boden mit Stickstoff an, wovon nachfolgende Kulturen profitieren und wodurch sich der Einsatz von Düngemitteln verringern lässt. Zu diesen stickstoffbindenden Pflanzen zählen unter anderem verschiedene Kleearten, Wicken, Erbsen, Lupinen und Ackerbohnen.
Sämereien sind zudem von grundlegender Bedeutung für die Biodiversität, da sie die Grundlage für vielfältige Pflanzenbestände und genetische Variation bilden und zugleich als Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten wie Vögel, Insekten und Kleinsäuger dienen.
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Häufig gestellte Fragen zu Sämereien
Sämereien sind in der Landwirtschaft Saatgut für Nutzpflanzen wie Klee, Luzerne oder Zwischenfrüchte, die vor allem für Begrünung, Futterbau und Biodiversität eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Hauptkulturen stehen dabei nicht Ertrag, sondern Funktionen wie Bodenverbesserung und Nährstoffbindung im Fokus.
Klee und Luzerne werden in der Landwirtschaft vor allem als nährstoffreiche Futterpflanzen genutzt, tragen zur Verbesserung der Bodenqualität bei und fördern die Biodiversität. Als Leguminosen (Hülsenfrüchtler) sind sie zudem in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden.
Unter den Sämereien gibt es mehrere Pflanzenfamilien: Hülsenfrüchtler (Leguminosen), Knöterichgewächse, Korbblütler, Kreuzblütler, Malvengewächse, Raublattgewächse und Süßgräser. Diese lassen sich in abfrostende und überwinternde Pflanzen einteilen.
Manche winterharte Sämereien kann man bereits ab April aussäen, während die Aussaatzeit für abfrostende Kulturen mit Juli startet. Einige Kulturen eignen sich für eine Aussaat bis in den September hinein.
Für trockene Standorte eignen sich Sämereien, die wenig Wasser verbrauchen oder eine hohe Trockenheitstoleranz aufweisen. Dazu gehören beispielsweise die Luzerne, da sie sehr tief wurzelt, diverse schnellwachsende Kleearten wie Alexandrinerklee, Inkarnatklee und Hornklee, die Lupine, die anspruchslose Serradella, das wärmeliebende Gingellikraut/Ramtillkraut, der schnell aufgehende Buchweizen und die wassersparenden Arten Leindotter und Öllein. In trockenen Gebieten ist eine Mischung unterschiedlicher Sämereien einer Reinsaat meist überlegen, da sie robuster ist. Besonders vorteilhaft ist die Kombination von Leguminosen (zur Stickstoffanreicherung) mit tiefwurzelnden Nicht-Leguminosen.
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