Mischung FeldvogelPluss mit blauem Himmel im Hintergrund, Nahaufnahme © RWA

Zwischenfrüchte

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Varianten, Vorteile & Zwischenfruchtmischungen

Der gezielte Einsatz von Zwischenfrucht-Saatgut zwischen zwei Hauptkulturen ist im modernen österreichischen Ackerbau ein zentraler Erfolgsfaktor. 

Die richtigen Zwischenfruchtmischungen nähren das Bodenleben, verbessern damit die Bodenfruchtbarkeit und erhöhen die Resilienz gegenüber Wetterextremen. Abgestimmt auf Standort, Fruchtfolge und Betriebsziel leisten sie einen aktiven Beitrag zum Humusaufbau und Erosionsschutz, helfen bei der Nährstoffspeicherung, fördern langfristig stabile Erträge und sind damit entscheidend für den nachhaltigen Erfolg Ihres Betriebes. 


Als österreichischer Saatgutspezialist entwickeln wir von DIE SAAT für Sie standortangepasste Mischungen für unterschiedliche Nutzungsarten und Fruchtfolgen, optimal auf Bedingungen in Ihrer Region abgestimmt.


Unser Ziel ist es, Ihnen nicht nur Saatgut zu liefern, sondern eine fundierte Zwischenfrucht-Empfehlung und Beratung für Ihren Betrieb zu bieten.

Was ist eine Zwischenfrucht?

Eine Zwischenfrucht ist eine Kultur, die zwischen zwei Hauptfrüchten angebaut wird und zahlreiche agronomische Funktionen erfüllt. Sie schützt den Boden, bindet Nährstoffe und verbessert nachhaltig die Bodenstruktur. Man unterscheidet zwischen abfrierenden Zwischenfrüchten und winterharten Zwischenfrüchten. Diese differieren primär in ihrem Verhalten bei Frost, der Dauer der Bodenbedeckung und dem Arbeitsaufwand vor Aussaat der Folgekultur.

  • Abfrierende Zwischenfrüchte frieren bei starkem Frost vollständig ab. Ihr Vorteil ist, dass sie kein aktives Management im Frühjahr erfordern – d.h. sie müssen nicht eingearbeitet werden. Zudem hinterlassen sie oft eine feinkrümelige Bodenstruktur. Beides erleichtert die Direktsaat der Hauptfrucht. Nachteilig ist, dass sie den Boden über den Winter teilweise offen lassen, was das Risiko von Erosion und der Auswaschung von Nährstoffen erhöht. Zu den abfrierenden Zwischenfrüchten gehören unter anderem Ölrettich, Phacelia und Buchweizen.
  • Winterharte Zwischenfrüchte überstehen den Winter und wachsen im Frühjahr weiter. Sie bieten maximalen Erosionsschutz, fördern das Bodenleben durch ihr Wurzelwachstum und sorgen für eine rasche Unkrautunterdrückung im Frühjahr. Allerdings erfordern sie eine mechanische Einarbeitung vor der Aussaat der Folgekultur, um eine Konkurrenz zu dieser zu vermeiden. Zu den winterharten Zwischenfrüchten zählen unter anderem Rotklee, Weißklee und Luzerne.


DIE SAAT bietet ein reichhaltiges Sortiment an abfrostenden und überwinternden Zwischenfrucht Sämereien, die zu unterschiedlichen Pflanzenfamilien gehören: Hülsenfrüchtler, Knöterichgewächse, Korbblütler, Kreuzblütler, Malvengewächse, Raublattgewächse und Süßgräser.


Welche Zwischenfrucht-Varianten gibt es?

Je nach Zielsetzung kommen unterschiedliche Zwischenfrucht-Varianten zum Einsatz – von klassischen Begrünungsmischungen über Biodiversitätsmischungen bis hin zu spezialisierten Mischungen für Erosionsschutz, Untersaat oder Wildäsung.


Erhältlich sind unsere Mischungen von DIE SAAT in Ihrer Lagerhaus-Filiale, Ihrem Landesproduktenhandel und auf onfarming.at.

Begrünungsmischungen

Begrünungsmischungen sichern als Zwischenfrucht nach Mais oder Getreide eine geschlossene Bodenbedeckung. Typische Zwischenfrucht-Arten wie Senf, Ölrettich oder Phacelia sorgen für eine schnelle Jugendentwicklung, unterdrücken Beikräuter effektiv und verbessern die Bodenstruktur nachhaltig.

Je nach Mischung erfüllen sie auch andere wichtige Funktionen besonders gut: HumusPluss zum Beispiel, gibt dem Bodenleben Nahrung und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Humusaufbau. AquaPluss früh mindert die Evaporation und spart damit Wasser, BodenPluss eignet sich gut für Mulch- und Direktsaat und KürbisPluss hinterlässt eine gute Bodengare.


Alle Begrünungsmischungen von DIE SAAT entdecken.

Begrünungsmischung HumusPluss mit Wald und blauem Himmel im Hintergrund, Sonnenblume im Vordergrund, Totale © RWA

Biodiversitätsmischungen

Mit den Biodiversitätsmischungen von DIE SAAT sorgen Sie durch die vielfältige Pflanzenzusammensetzung sowohl oberirdisch, als auch unterirdisch für mehr Diversität.

Die Zwischenfrucht Mischungen enthalten mehrere insektenblütige Komponenten und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Bestäubern – in diesem Zusammenhang ist unter anderem die BienentrachtPluss zu empfehlen.

Ein entscheidender Nutzen von Biodiversitätsmischungen liegt unter der Oberfläche: Ihre vielfältigen Wurzeln versorgen durch ihre Exsudate jeweils unterschiedliche Bodenorganismen mit Nahrung. Viele der Prozesse unter der Erde tragen dazu bei, Kohlenstoff aus dem CO2 der Luft im Boden zu binden: ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Förderung der Bodenqualität. BlütenPluss und BioLebensraumPluss können zudem auch zur Futternutzung eingesetzt werden.


Hier finden Sie die Biodiversitätsmischungen von DIE SAAT

Biodiversitätsmischung BlütenPluss, Malve deutlich zu sehen, blauer Himmel im Hintergrund, Nahaufnahme © RWA

Wildäsungsmischungen

Wildäcker erfüllen wichtige Funktionen für das Wild. Sie fungieren als Nahrungsquellen, Lebensraum und Deckung und sind vor allem in intensiv landwirtschaftlich bewirtschafteten Regionen überlebenswichtig. Wildäsungsmischungen kombinieren Kleearten und Blühpflanzen.

Mit den Wildläsungsmischungen als Zwischenfrucht von DIE SAAT schaffen Sie attraktive Äsungsflächen für Wildtiere und erhöhen gleichzeitig die ökologische Wertigkeit dieser Flächen.

Langjährige Erfahrungen bei der Anlage von Wildäsungsflächen und Untersuchungen über die Ansprüche des Wildes sind die Basis für die Zusammenstellung unserer Zwischenfruchtmischungen. So ist zum Beispiel die Meran’sche Wildäsung ein besonderer Leckerbissen für Schalen- und Niederwild. Die mehrjährige Daueräsung Ablenkungsstreifen Wildäsungsmischung ist besonders attraktiv durch ihren hohen Leguminosenanteil.


Mehr zu Wildläsungsmischungen von DIE SAAT

Wild im Feld, Halbotale © RWA

Erosionsschutz Wein/Obst

Spezielle Zwischenfruchtmischungen für den Wein- und Obstbau sichern die Befahrbarkeit zwischen Reb- und Baumreihen. Sie reduzieren Abschwemmungen deutlich, fördern eine stabile Bodenstruktur, sichern die Befahrbarkeit und schützen als stabile Dauerbegrünung den Boden langfristig.

Je nach Bedarf Ihres Wein- oder Obstbaubetriebs stehen unterschiedliche Mischungen zur Auswahl. Mit WeingartenPluss fördern Sie Nützlinge, mit Weingarten II fahren Sie auch gut im steilen Gelände und in trockeneren Regionen und mit Obst&WeinPluss nutzen Sie eine Top-Mischung zur Nährstoffaneignung.


Mehr zu Zwischenfruchtmischungen von DIE SAAT für den Wein- und Obstbau finden.

Zwischenfrucht-Bestand, Bäume und blauer Himmel im Hintergrund, Totale © RWA

Untersaatmischungen

Untersaatmischungen wie zum Beispiel UntersaatPluss werden genutzt, um eine zusätzliche Pflanzenschicht unter der Hauptkultur (wie Mais oder Getreide) zu etablieren. Das geschieht, um den Boden zu schützen, dessen Fruchtbarkeit zu steigern und Unkraut zu unterdrücken, ohne die Ernte der Hauptkultur zu beeinträchtigen. Diese Zwischenfruchtmischungen konkurrieren mit Un- und Beikräutern, was den Bedarf an Herbiziden verringern kann und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. BioUntersaatPluss, als reine Leguminosenmischung, fördert eine natürliche Stickstofffixierung.


Hier Untersaatmischungen von DIE SAAT entdecken.

Kleeuntersaat, Nahaufnahme © RWA

Kräuterzusatz

Die Zwischenfruchtmischung Kräuterzusatz erhöht mit ihren Komponenten wie Schafgarbe, Kümmel und weiteren die Nützlingsattraktivität als Mischungszusatz, ist gut für das Bodenleben und eignet sich hervorragend bei Trockenstress.


Kräuterzusatz-Mischungen von DIE SAAT finden Sie hier.

Fenchel in der Blüte mit Bienen und blauem Himmel im Hintergrund, Detailaufnahme © RWA

Was sind die Vorteile von Zwischenfrüchten?

Zwischenfrüchte leisten einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und produktiven Landwirtschaft. Sie verbessern zahlreiche Eigenschaften des Bodens und wirken sich positiv auf Umwelt, Ertragssicherheit und das gesamte Agrarökosystem aus. 


Die folgenden Punkte zeigen die wichtigsten Vorteile des Einsatzes von Zwischenfrüchten:

  • Effiziente Bindung und Speicherung von Nährstoffen, u.a. Stickstofffixierung durch Leguminosen
  • CO₂-Bindung
  • Aktiver Humusaufbau und langfristige Bodenfruchtbarkeit
  • Förderung der Biodiversität, des Bodenlebens und von Nützlingen
  • Verbesserung der Bodenstruktur durch intensive Durchwurzelung
  • Erosionsschutz bei Starkregen und Wind
  • Unkrautunterdrückung durch eine schnelle Bodenbedeckung
  • Positive Effekte auf die Wasseraufnahme und Reduktion von Verdunstung
  • Verbesserte Tragfähigkeit und Befahrbarkeit

Zwischenfrucht – Nutzungszweck und Saatzeitpunkt

Klären Sie vor der Zwischenfrucht-Aussaat, zu welchem Zweck Sie die Zwischenfruchtmischung anlegen. Ist geplant, diese im Herbst oder im Frühjahr als Futtergrundlage zu verwenden oder ist sie ausschließlich als Gründüngung vorgesehen? Zu welchem Zeitpunkt soll sie ausgesät werden – nach früh räumenden Kulturen wie Getreide und Erbse oder nach spät räumenden Kulturen wie Körnermais und Sojabohne?

Bedeutung von Zwischenfrüchten für die nachhaltige Landwirtschaft

Das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) ist eine umfassend konzipierte agrarpolitische Förderinitiative. Ziel dieses Programms ist es, landwirtschaftliche Betriebe finanziell zu unterstützen, sofern sie durch ihre Bewirtschaftungsmaßnahmen aktiv zum Schutz von Natur und Umwelt beitragen.

Zwischenfrüchte sind in diesem Zusammenhang ein zentrales Element nachhaltiger Landwirtschaft, da sie Nährstoffverluste reduzieren, den Humusaufbau fördern, Erosion vermindern und aktiv zu Bodenschutz und CO2-Bindung beitragen. Je nach Begrünungsvariante sind unterschiedliche Bedingungen, Anlage- und Umbruchzeiträume einzuhalten.

Qualität & Expertise von DIE SAAT

Wir von DIE SAAT stehen für geprüfte Saatgutqualität, klare Mischungsstrategien und eine fundierte, persönliche Beratung. Unsere Zwischenfruchtmischungen werden laufend weiterentwickelt und praxisnah getestet.


Kontaktieren Sie unseren Fachberater für Grünland, Sämereien und Zwischenfrüchte, Walter Oberdorfer für eine individuelle Zwischenfrucht-Empfehlung. Er unterstützt Sie gerne bei der Auswahl der passenden Lösung.

Häufig gestellte Fragen zu Zwischenfrüchten

Die richtige Mischung für Ihren Betrieb hängt unter anderem von Fruchtfolge und Zielsetzung ab. Achten Sie bei der Auswahl der Mischung darauf, dass die dominierenden Komponenten der Mischung nicht derselben Pflanzenfamilie wie der Hauptkultur angehören.

Für den Anbau von Begrünungsmischungen zwischen Getreide und Mais eignen sich alle Zwischenfruchtmischungen aus dem AckerGrün-Sortiment von DIE SAAT. Dabei kommt es bei der Auswahl auf die angestrebte Variante an.

Empfehlungen abfrierende Zwischenfrüchte: HumusPluss,  AquaPluss früh, SpeedPluss,  ÖpulPluss,  BodenPluss, KürbisPluss, FruchtfolgePluss, BodenlockerungsPluss,  Leguminosengemenge, Einsömmeriges Kleegras EZ

Empfehlungen winterharte Zwischenfrüchte: Landsberger Gemenge ST1, Rotkleegrasmischung RS, Grünschnittroggen, Winterwicke, Rübsen, Wintererbsen, Winterackerbohnen

Für Raps-Fruchtfolgen sollte in der Mischung kein Senf enthalten sein. Geringe Anteile anderer Kreuzblütler stellen kein Problem dar.

Zwischenfrucht-Empfehlungen:  HumusPluss,  AquaPluss früh, BodenPluss, Leguminosengemenge 

Alle Mischungspartner sind so aufeinander abgestimmt, dass besonders die Bodengare gefördert und das Unkraut bestmöglich unterdrückt wird.

Zwischenfrucht-Empfehlungen:  KürbisPluss, Leguminosengemenge, HumusPluss

Für die Begrünung vor Rübe und Kartoffel ist die Unterdrückung oder Bekämpfung von Nematoden von Bedeutung. Außerdem sollte die Bodengare gefördert und nicht zu viel verholzte Grünmasse produziert werden. 

Zwischenfrucht-Empfehlungen: KürbisPluss, AquaPluss früh, HumusPluss

Die empfohlenen Mischungen sind ohne Ansuchen für alle biologisch wirtschaftenden Betriebe zu verwenden. Für alle anderen Mischungen aus dem AckerGrün-Programm kann bei der jeweiligen Kontrollstelle um deren Verwendung angesucht werden.

Zwischenfrucht-Empfehlungen: BioPluss, ÖpulPluss Bio,  Leguminosengemenge Bio,  HumusPluss (Ansuchen an die Kontrollstelle für den biologischen Landbau erforderlich)

Kreuzblütler und Gräser eignen sich besonders zur Aufnahme größerer Güllemengen. Auch der Klee kann den Stickstoff in Maßen verwerten, bildet dann aber keine Knöllchenbakterien an der Wurzel.

Empfehlungen abfrierende Zwischenfrüchte:  BodenlockerungsPluss,  SpeedPluss,  FruchtfolgePluss

Empfehlungen winterharte Zwischenfrüchte: Grünschnittroggen, Rübsen

Nicht nur in Trockenjahren können Futterzwischenfrüchte ein wesentlicher Anteil der Futterreserve werden. Früh angebaut, gibt es da auch einjährige Varianten.

Empfehlungen abfrierende Zwischenfrüchte: Einsömmeriges Kleegras EZ, Leguminosengemenge

Empfehlungen winterharte Zwischenfrüchte:  Landsberger Gemenge ST1, Rotkleegrasmischung RS, Grünschnittroggen, Winterwicke, Rübsen

Zwischenfrucht-Saatgut von DIE SAAT erhalten Sie in Ihrer Lagerhaus-Filiale, Ihrem Landesproduktenhandel und online auf www.onfarming.at.