Raygras Wiese © RWA

Raygräser: schnellwüchsig und ertragreich

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Raygräser gehören im Grünland und Futterbau zu den wichtigsten und wertvollsten Futtergräsern.

Das Englische Raygras wird hauptsächlich im Dauer­grünland als Neu- und Nach­saatvariante mit eingemischt. Man unterscheidet zwischen frühen, mitt­leren und späten Englischen Raygrä­sern. Die frühen Sorten sind gegen­über Schneeschimmel, Rost- und Kältetoleranz im Vorteil, was sich speziell in raueren Lagen positiv aus­wirkt.

Bei hoher Nutzungsintensität und verändertem Witterungsverlauf sorgt die frühe Raygras-Sorte für Futtermenge und einen Rohfaseraus­gleich, der nicht durch zusätzliches Einmischen von Stroh herbeigeführt werden muss. Die mittleren und spä­ten Sorten sorgen für reichhaltige Mengen und gute Qualitäten bei der Ernte. Im mehrjährigen Futterbau ab drei Jahren spielt das Englische Ray­gras ebenfalls eine wichtige Rolle, unter anderem für die Ausdauer der Anlage.


Bastardraygras

Das Bastardraygras ist eine Kreuzung zwischen Englischem und Italieni­schem Raygras. Es kombiniert Quali­tät, Ertrag und Ausdauer beider Kreuzungspartner und wird für den mehrjährigen Futterbau verwendet. Bastardraygras kann in reinen Grün­landbeständen zum Problem werden, da es sehr schnellwüchsig und früh­reif ist (vergleichbar mit dem frühen Englischen Raygras) und deshalb die Qualität mit einem hohen Rohfaser­anteil negativ beeinflusst.

Vom Englischen Raygras unter­scheidet sich das Bastardraygras durch die begrannten Ähren wäh­rend der Blütezeit. Beim Bastardray­gras kommt es nach jedem Schnitt zum Rispenschieben. Eine Beseiti­gung des Bastardgrases in Grünland­beständen ist nur mit einer Neuanla­ge möglich.


Italienisches Raygras

Im ersten Aufwuchs ist das ein- bis zweijährige Italienische Raygras blattreich, die Nachwüchse sind halm­reich. Es wird im Futter- und Zwi­schenfruchtanbau eingesetzt, in kalten und rauen Lagen wintert es schnell aus. Hohe Stickstoffgaben (mineralisch oder organisch) sind für gute Erträge erforderlich und werden sehr gut in Er­trag umgesetzt. Wenn keine Staunässe vorhanden ist, wird die Winterfeuchte gut ausgenutzt.


Westerwoldisches Raygras

Bei milden Lagen oder Witterung kann das in der Regel einjährige Westerwol­dische Raygras auch überwintern. Es ist schnellwüchsig und kann nach 6 bis 8 Wochen schnittreif sein. Wie auch das Italienische Raygras wird es im Futter- und Zwischenfruchtanbau ein­gesetzt. Darüber hinaus kann es nach der Auswinterung vom Italienischen Raygras oder schwachen Grünlandbe­ständen die Futterlücke schließen. Die Düngung entspricht dem des Italieni­schen Raygrases.


Ich empfehle, die ÖAG-geprüften und -kontrollierten Mischungen für den jeweiligen Einsatzzweck zu ver­wenden. Hier kommen nur Sorten der „Österreichischen Beschreibenden Sortenliste“ mit den bekannten Vortei­len von mehrfach geprüfter Ampfer- Freiheit und entsprechender Sorten­qualität zum Einsatz. Bei Fragen kön­nen Sie sich gerne an mich wenden (walter.oberdorfer@rwa.at).

Das aktuelle Grünland-Sortiment finden Sie hier. Das akuelle Sämereien-Sortiment ist hier zu finden.

Walter Oberdorfer - DIE SAAT Fachberater für Grünland, Sämereien & Zwischenfrüchte