Grannenweizen, Halbnahaufnahme, volle Ähren, Himmel im Hintergrund © RWA

Wintergetreide

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Wintergetreide-Sorten im Überblick - passende Sorten für Ihren Betrieb

Die Wahl der richtigen Wintergetreide-Sorten ist entscheidend für Ertrag und Anbausicherheit. Die Sorten unterscheiden sich in Eigenschaften wie Ertragspotenzial, Winterhärte und Bedarf an Vernalisation. Auch Standfestigkeit und Krankheitsresistenzen spielen eine wichtige Rolle. Je nach Sorte variieren zudem Nutzung und optimaler Wintergetreide-Aussaat-Zeitpunkt. DIE SAAT bietet ein leistungsstarkes Wintergetreide-Sortiment.


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Winterweizen, Sorte Ernestos, Aufgang von Pflanzen, Baureihe und Himmel im Hintergrund, Steine zwischen den Pflanzen, Plattgrün mit Frost © RWA

Sorten von DIE SAAT

Was ist Wintergetreide?

Wintergetreide ist Getreide, welches im Herbst – ab September/Oktober – gesät wird, überwintert und im darauffolgenden Sommer geerntet wird. Es benötigt eine Frostperiode für die Blütenbildung, wächst länger als Sommergetreide und liefert dadurch höhere Erträge. Zudem kann Wintergetreide die vorhandene Winterfeuchtigkeit gut nutzen. 

Im Vergleich zu Sommergetreide eignet sich Wintergetreide besser zur Unkrautunterdrückung, während Sommergetreide vor allem durch Flexibilität in der Fruchtfolge punktet. Es ist im mitteleuropäischen Raum weiter verbreitet als Sommergetreide. 

Die wichtigsten Wintergetreide-Kulturen sind Winterweizen (die häufigste Getreideart), Winterroggen (sehr winterhart), Wintergerste (oft früh geerntet, oft als Futtergetreide) und Wintertriticale.

Unterschied Winter- und Sommergetreide

Das Wintergetreide wird im Herbst ausgesät, wobei der Wintergetreide-Aussaat-Zeitpunkt entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung ist. Es benötigt einen Kältereiz, die sogenannte Vernalisation, um im Frühjahr Blüten und Körner zu bilden.

Durch die lange Vegetationszeit und die Nutzung der Winterfeuchtigkeit erzielt Wintergetreide meist höhere Erträge als Sommergetreide.

In Mitteleuropa sind vor allem der Winterweizen, der Winterroggen, die Wintergerste und die Wintertriticale stark vertreten, die auch den größten Teil des Getreideanbaus ausmachen.

Vorteile von Wintergetreide

Die Vorteile von Wintergetreide können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Höhere Erträge: Aufgrund der längeren Vegetationsdauer von Wintergetreide werden in der Regel höhere Erträge erzielt.
  • Bessere Wassernutzung: Wintergetreide nutzt die Winterfeuchtigkeit im Boden optimal aus.
  • Bodenverbesserung: Durch seine frühe Wurzelentwicklung verbessert Wintergetreide die Bodenstruktur.
  • Weniger Unkrautdruck: Durch seine frühzeitige Entwicklung verdrängt Wintergetreide viele Unkrautarten besser, was den Herbizid-Einsatz reduzieren kann.
  • Bodenbedeckung: Wintergetreide bedeckt frühzeitig den Boden, dadurch wird die Erosionsgefahr verringert.

Kriterien zur Sortenwahl von Wintergetreide

Die zentralen Entscheidungskriterien für die Wahl der richtigen Wintergetreide-Sorten sind Standortfaktoren, agronomische Eigenschaften, Qualitätskriterien und Anbaustrategie.

 

  • Zu den Standortfaktoren zählt neben dem Klima auch die Bodenbeschaffenheit: So bieten zum Beispiel leichte, sandige Böden beste Voraussetzungen für trockenheitstolerante Sorten, wie den Qualitätsweizen AXARO.
  • Zu den relevanten agronomischen Eigenschaften gehören unter anderem Standfestigkeit, womit zum Beispiel die Futtergerste BORDEAUX beeindruckt, und Krankheitsresistenzen, z.B. gegenüber Rostkrankheiten, wie bei der Triticale-Sorte BREHAT.
  • Als „Qualitätskriterien“ ist die Backqualität beim Weizen anzuführen, oder der Proteingehalt bei der Gerste: So ist zum Beispiel die Braugerste SKYWAY wegen ihres niedrigen Proteingehalts (der niedrigste aller geprüften, marktgängigen Braugersten) besonders attraktiv für die Brauindustrie.

Wintergetreide Aussaat und Anbau – Erfolgsfaktoren im Überblick

Entscheidend für den erfolgreichen Anbau von Wintergetreide sind eine optimierte Fruchtfolge, ein passender Saatzeitpunkt, eine gezielte Bestandsführung und die richtige Sortenwahl, um stabile Erträge und hohe Qualität zu gewährleisten.

 

  • Fruchtfolge & Standort: Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge, beispielsweise mit Leguminosen, verbessert die Bodenfruchtbarkeit und senkt den Krankheitsdruck. Wintergetreide gedeiht am besten auf gut strukturierten Böden, wobei Winterweizen höhere Standortansprüche hat als Wintergerste.
  • Saatzeit & Bestandsdichte: Ein optimal gewählter Saatzeitpunkt (in der Regel ab September) ist entscheidend für die Bestandsentwicklung. Berechnen Sie die optimale Saatstärke, passend für Ihre Schlaggröße, mit unserem Saatstärkenrechner.
  • Sortenwahl: Die Sortenwahl bei Wintergetreide sollte sich nach Region, Standortbedingungen und Produktionsziel (z. B. Futter- oder Qualitätsweizen) richten und dabei Kriterien wie Winterhärte und Krankheitsresistenzen berücksichtigen.
  • Nährstoffversorgung: Eine bedarfsgerechte und ausgewogene Düngung ist essenziell, wobei insbesondere die erste Gabe im Frühjahr maßgeblich für den späteren Ertrag ist.
  • Pflanzenschutz: Eine gezielte, an Witterung und Bestandsentwicklung angepasste Strategie zur Bekämpfung von Unkräutern, Ungräsern, Schädlingen und Krankheiten im Wintergetreide ist entscheidend – vor allem bei ungünstiger Vorfrucht.
  • Management: Für hohe Erträge ist das Monitoring der zentralen Ertragsfaktoren entscheidend, insbesondere Bestandsdichte, Kornzahl je Ähre und Tausendkornmasse (TKG).

 

Ihr Gebietsbetreuer vom DIE SAAT Service Team steht Ihnen für alle Fragen von Sortenwahl und Aussaat bis zur Ernte zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen zum Wintergetreide

Der beste Zeitpunkt für die Wintergetreide-Aussaat liegt im Herbst, typischerweise zwischen Mitte September und Ende Oktober. Je nach Region, Getreidekultur und Witterung kann die Saat auch bis in den November hinein erfolgen. Wintergerste wird oft als erstes ausgesät, bei Winterweizen, Winterroggen und Wintertriticale sind spätere Aussaaten gebräuchlich.

DIE SAAT verfügt über ein umfangreiches Wintergetreide-Sortiment bei folgenden Kulturarten: Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale, Winterhafer, Winterdurum und Winterdinkel.

Wintergetreide wird im Herbst ausgesät - wobei der Wintergetreide-Aussaat-Zeitpunkt entscheidend ist - und benötigt zur Blütenbildung die Vernalisation. Durch die lange Vegetationszeit und die Nutzung der Winterfeuchtigkeit erzielt es meist höhere Erträge als Sommergetreide.